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Mittwoch, 10. Mai 2006

Golf (1)

Heute morgen, nach der Schilderung eines romantischen Moments, dessen Romantik sich ausschließlich zwischen mir und der auf dem Golfplatz geformten Natur im Kontext der ungewöhnlichen Tageszeit manifestierte, vernahm ich doch ein gewisses Befremden um diese Art des Spazierganges mit anderem Mitteln, der oft mit verwöhnten jungen Schnöseln oder alten Säcken der Vorstandsetagen in Verbindung gebracht wird.

Deshalb möchte ich unter diesem Menüpunkt gerne meine Golflaufbahn herleiten, damit für alle verständlich bleibt, dass ich doch ein ganz normaler Mensch wie du und ich bin. Also wie ich sowieso, aber auch wie zum Beispiel du und er. Oder er. Oder er da drüben. Na, ihr wisst schon.

Mein erster Kontakt mit Golf geschah durch einen Schüleraustausch unserer Schule mit einer Schule in Nordengland. Eine Handvoll Achtklässler unseres Gymnasiums, deren Eltern solchen Sperenzchen gegenüber aufgeschlossen waren, tauschte sich in zweiwöchigen Aufenthalten mit solchen einer Schule in Brampton aus. Das ist in England ganz oben links, knapp unter der schottischen Grenze.

In diesem Grüppchen hatte ich, der ich aus einer Familie ohne eigenes Haus kam, das Glück, in die wahrscheinlich reichste Familie des Prgramms gelost zu werden. Das Haus meiner Familie, der Familie Cogan, hatte locker 200 qm ebenerdig, einen Raum mit Billardtisch einen riesigen Garten und einen eigenen Tennisplatz. Mein Austauchpartner hies Paul (so heißt heute unser Hund, deren Hund hieß Toby, so wie der Hund aus meinem ersten Englischbuch. Deren Katze hieß allerdings nicht Tibby [wie im Englischbuch] sondern Tigger[na ja, lass ich gelten]), sein Vater Peter. Und Peter Cogan spielte Golf.

Am Sonntagvormittag ging er weg, mit dieser Tasche mit den komischen Schlägern, und kam später zurück. Einmal gingen wir in dem Country Club essen, da gab es reichlich, aber schmeckte eher so naja.

Mein Weg zum Golf war lang, das war das erste Kapitel. Demnächst mehr!

Heute morgen, viertel nach fünf

... auf dem Golfplatz.

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Eine sehr frühe Runde, es war am Anfang noch fast finster, dazu die ganze Zeit nebelig, also keine Bedingungen, unter denen man ein besonders gutes Ergebnis erwarten konnte, aber noch vor der Sonne über den Platz zu gehen und das Leben über dem und um den feinen Rasen erwachen zu sehen, war es wert, mal etwas früher aus den Federn zu kriechen.

Bockbierbowle

- eine frage der richtigen mischung -

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