Blog_for_money

Freitag, 5. Februar 2010

Blog for Money (3)

Ein im Auftrag frei erfundener Text im "Blogger-Stil", in dem ein vorgegebenes Schlagwort vorkommen musste. Wer will, kann raten, was die Vorgabe war:

Du hast ein Gesicht wie ein Romika-Schuh: Rein treten und wohl fühlen! Über solche Sprüche hab ich mich in der dritten Klasse noch kaputt gelacht. Ob sie auf heutigen Schulhöfen noch zu hören sind, weiß ich nicht, aber irgendwoher muss es ja kommen, dass die Marke so synonym für Bequemschuhe war, dass man das sogar in so eine schöne Frotzelei einbauen konnte.

Ist es denn so, dass man nur "früher mal" Schuhe und Textilien von Qualitätsmarken kaufen konnte, die nicht nach genau 23 Monaten durchgelaufen sind, keine Ferse mehr haben oder alle Halte- und Ziernähte plötzlich verlieren? Egal, was man heute kauft, oft scheint es, als seien Gebrauchsgegenstände so gebaut, dass sie gerade eine Saison überstehen, vielleicht zwei, aber dann muss spätestens was neues her. Von Nachhaltigkeit bei der Rohstoffbeschaffung und -entsorgung wird viel gesprochen, aber die echte Nachhaltigkeit wird zum Opfer von Wachstums- und Umsatzdenken. Echte Nachhaltigkeit ist, ein Produkt zu bauen, das ruhig ein bisschen teurer sein darf, aber dann auch lange hält. Das erst kaputt geht, wenn es wirklich abgenutzt ist. Nicht wenn das Marketingkonzept des Herstellers einem den Ersatzkauf ans Herz legt.

Am Material kann es sicher nicht liegen. Die heute verfügbaren technischen Textilien können 10 Millionen mal aneinander reiben, Wassersäulen von 20 Metern undurchlässig zurückhalten oder einen Güterwaggon hoch heben. Da kann mir keiner Erzählen, das man keinen Faden findet, der solche Stoffen dauerhaft miteinander verbindet. Ich hab mal gehört, in den Alpenregionen gibt es noch Schuhmacher, die für Waldarbeiter Stiefel machen, die ein ganzes Arbeitsleben lang halten. Sowas brauchen wir auch von Romika!

Donnerstag, 4. Februar 2010

Blog for Money (2)

Einim Auftrag frei erfundener Text im "Blogger-Stil", in dem ein vorgegebenes Schlagwort vorkommen musste. Wer will, kann raten, was die Vorgabe war:

Was macht eigentlich ein Detektiv? Wem, wie mir, als erster der Josef Matula einfällt, hat erstmal eine telegene Vorstellung. Mandanten verfolgen, im richtigen Moment das ganz lange Tele dabei haben, und draufhalten, wenn sie gerade aus der Firma Computerteile klauen, auf Dienstreisen gewisse Etablissements besuchen oder mit der Frau des Chefs herumknutschen.

In Wirklichkeit - das zeigt schon die weite Produktpalette, wenn man die Internetseite einer Detektei besucht - ist das ganze wahrscheinlich weit langweiliger als "Ein Fall für Zwei" vermuten lässt. Ich hab mir vor langer Zeit auch mal die Bewerbungsunterlagen für eine Detektiausbildung kommen lassen. Da geht es um Recherche, Verzeichnisse wälzen, das Netz durchforsten, mit dem Auto kreuz und quer durch einen Stadtteil von Mannheim fahren, um Zeitabschnitte auszumessen.

Ich glaub, bis ein Detektiv mal endlich seine Karate-, Judo- oder Tai-Chi-Technik zur Anwendung bringen muss, nachdem er - mit bester Kondition ausgestattet - einem Mandanten eine Viertelstunde über Zäune und durch Sträucher hinterher gelaufen ist, vergehen viele Jahre, und danach auch wieder.

Das Anforderungsprofil habe ich damals, glaub ich, vom Verband deutscher Detektive oder so angefordert, und da ist man schon darauf bedacht, keine Draufgänger oder Nixblicker ins Boot zu holen. Auch, dass der Matula immer alleine vor sich hin werkelt, ist bestimmt eher ungewöhnlich. Meist sind es große Firmen, die für jede Spezialaufgabe einen Spezialisten haben. Wichtige Detekteien arbeiten überregional und finden sich nicht nur in den gelben Seiten einer, sondern JEDER Stadt wieder.

Sorry, wenn ich jemandem die romantische Illusion genommen habe, aber Müller's Büro wird moderne Fälle nur zufällig mal lösen!

Blog for Money (1)

Ein im Auftrag frei erfundener Text im "Blogger-Stil", in dem ein vorgegebenes Schlagwort vorkommen musste. Wer will, kann raten, was die Vorgabe war:

06:45h - der Radiowecker spielt Geier Sturzflug. In aller Ruhe aufstehen, frühstücken und dann... 06:45? 06:45??? - Hab ich jetzt tatsächlich 6 Mal auf die Schlummertaste gehauen? Mist, jetzt ist es mit der Ruhe vorbei! Mein Werktags-Morgen ist ein Ablauf, bei dem es Toleranzen von unter einer Minute gibt. Ich weiß, wann ich mit dem Pinkeln fertig bin, ich weiß, wie lang das Kaffeewasser braucht, bis es kocht, ich weiß, wie lang der Kaffee durch den Filter läuft. 18 Minuten Zeitung lesen, 6 Minuten Toastbrot essen. Alles stimmt auf die Minute genau, nur heute bin ich mit allem 42 Minuten zu spät! So kommt nur ein Pfützchen in den Wasserkessel, der Kaffee ist löslich, Zeitung les ich abends, Toast auf die Hand mit ins Auto. Chaos und verwirrendes Durcheinander im Bad beim Schnelldurchlauf. An den 22 Minuten Autofahrt kann ich nichts ändern, aber um 07:30h muss ich im Betrieb sein! Die elektronische Zeiterfassung ist gnadenlos.

Heutzutage ist da nichts mehr mit Magnetstreifen am Lautsprecher vorbeiziehen, und dann "Herr Schnieder, der Apparat nimmt meine Karte nicht" - ein unempfindlicher Flash-Chip lässt sich nicht so leicht foppen, und ich muss für jede Minute Rechenschaft ablegen. Bis 07:35 wird noch geduldet, aber wer es sich öfter mal erlaubt, erst um viertel vor acht zu erscheinen, hat praktisch schon einen Termin mit dem Chef gemacht. Der Produktionsleiter ist einer von der alten Schule, der ist noch mit dem Drill der Nachkriegszeit aufgewachsen. Da gibt es kein zu spät kommen!

Ich hasse die Tage, an denen es so ist wie heute. Der Morgen im Zeitraffer, und als ich endlich an der Maschine steh, fragt mich mein Kollege, warum ich die Nähte am T-Shirt heute außen trage...

Projekt: Blog for money

Jetzt hab ich mich kürzlich bei so einem Internet-Dings angemeldet, wo man für Minutenaufgaben Geld bekommt. Meistens gibt es gar nichts zu tun, aber hin und wieder, wenn ich daran denk, auf die Seite zu schauen, schneit vereinzelt eine Aufgabe rein. Nennen Sie 10 Sehenswürdigkeiten in vorgegebenen Orten für 12 Cent, finden Sie Fotos von Personen auf vorgegebenen Websites für 3 Cent, drücken Sie 200 Mal abwechselnd die y- und die w-Taste für 1 Cent. Also hab ich mich auch noch nie groß engagiert, dabei zu sein.

Jetzt läuft aber ein Projekt, bei dem man sich einen Text zu einem bestimmten Schlagwort aus den Fingern saugen soll. Er muss sonst nicht viel Aussagekraft haben, nur das Schlagwort (manchmal sind es auch zwei) muss drin vorkommen, und es muss in einem von drei Schreibstilen gehalten sein:

1. Geschichtlicher Stil - bei den Schlagworten, die es da gibt eine zähe Angelegenheit - ich glaub, das macht da keiner gerne, denn die Aufträge für "Geschichtlichen Stil" werden nicht weniger.
2. Informativer Stil - die sind schon alle weg, weil man das fast direkt aus Wikipedia oder sonstigen Websites übernehmen kann
3. Blogger-Stil - das kann ich, oder? Blogger-Stil gibt es gar nicht, denn Nutzer aller Stilrichtungen bloggen. Hier der Techniker, da der Nörgler, hier der abgedrehte Lyriker, da der leseschwache Nixchecker. Oder halt einer wie ich. Dort wird "Blogger-Stil" anscheinend so verstanden, dass man mal ein "Hey" einbaut, oder ein "Mist", oder ein "nen halben Tag". Was sie nicht wollen ist sowas wie Scheiße oder noch schlimmer.

Ich such mir jedenfalls immer die Blogger-Stil Schlagwörter raus und hab sogar Spaß, dazu ein Geschichtschen zu erfinden. Und wo ich das schon angefangen hab, hab ich mir gedacht, ich kann doch die Bockbierbowle etwas beleben, indem ich die Geschichtchen da mit reingeb. So sind sie nicht verloren, selbst wenn sie nie auf irgendeiner Internetseite erscheinen, weil irgendein Korrektor der Ansicht ist, ich hätte nicht im Blogger-Stil geschrieben.... Wer will, darf nach jedem Text raten, was wohl das vorgegebene Schlgwort war.

Viel Spaß!

Bockbierbowle

- eine frage der richtigen mischung -

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