Leckeres

Donnerstag, 29. Mai 2008

Schnitzel grillen

Wer ein Wochenende erwarten darf, das nicht von 6-8 heftigen Gewittern zerblitzt und zerdonnert wird, wird sicher mindestens ein oder zweimal den Grill anheizen und sommerlich genießen wollen.

Vor einem oder zwei Jahren wurde ich in unserem örtlichen Aktivmarkts ungewollt Zeuge eines „Beratungsgesprächs“ zwischen einem Herrn in den 50ern, der Einkaufen anscheinend nicht unbedingt gewohnt war und der Mitarbeiterin hinter der Fleischtheke:

- Guten Tag. (mehr zu sich selbst) Ich hätte gern was zum Grillen.
- Was darf es denn sein?
- So für zwei Personen, dann geben Sie mir mal zwei von den Hähnchenschenkeln, bitte…

So weit kann ich es gerade noch nachvollziehen

- Ja, und darf es sonst noch was sein?
- Hm, ja… (schaut hin und her übers Angebot) Diese Steaks da. (zeigt auf die Schnitzel aus der Oberschale)
- Die hier?
- Ja, davon auch zwei.
Spätestens dann hätte die Verkäuferin einschreiten müssen. Wer schon mal ein gegrilltes Schnitzel gesehen und womöglich probiert hat, der wird (sofern er inzwischen mit dem Kauen fertig ist) bestätigen können, dass sich das nicht empfiehlt. Dieses Stück Fleisch hat einen Fettanteil von unter 5%, was bedeutet, dass es schon beim auspacken trocken ist. Wenn man das gegrillte Schnitzel dann vom Rost nimmt – es sei denn, man hat es vorher sehr fachkundig behandelt – macht man sich am besten ein paar Schnüre dran und kommt so zu kleidsamen und äußerst widerstandsfähigen Sommersandalen.

Nach diesem Ereignis war ich überzeugt, dass die Mitarbeiter bei Edeka vielleicht Lebensmittel lieben, aber vielleicht nicht alle. Oder sie lieben sie blind, kennen sich also noch lange nicht damit aus. Schade um das Schnitzel und ich wünschte dem Herrn, dass er vielleicht schon nach dem Hähnchenschenkel mit etwas Salat dazu satt war. Dann gabs die Schnitzel vielleicht am nächsten Tag mit Reis und einer leckeren Champignon-Rahmsosse.

Vor ein paar Wochen kam Z. mit einem uralten Grillrezeptheft aus uralten Beständen von Mama Yooee an. Da wurde tatsächlich doch vorgeschlagen, Schnitzel zu grillen, und zwar so, dass es eine leckere Alternative zum Schweinenackensteak, der Schweinebauch-Grillfackel oder dem Rippchen darstellt:

Für die Grillschnitzelrollen braucht man (je 2 Stück – je nach Anzahl multiplizieren):

1 Schweineschnitzel
4 Prinzessbohnen (die ganz dünnen)
1 halbe Karotte
ein paar dünne Paprikastifte
ein paar Zwiebelschnipsel
4 dünne Schweinespeck-Streifen

Die Gemüsestreifen blanchieren (etwa eine bis zwei Minuten in einen Topf mit kochendem Wasser legen). Die Schnitzel etwas plattklopfen, idealerweise in Streifen von ca. 8-10 cm x 15-20 cm schneiden, salzen und pfeffern, dann ein Sträußchen aus den schmalen Streifen hineinlegen und einrollen. Die Speckstreifen sind wichtig, damit die Rolle nicht austrocknet.



Mit einem Zahnstocher verschließen.



Dann kommt eigentlich nur noch das Grillen, auf mittlerer Hitze, am besten natürlich auf Holzkohle.



Sicher gibt es mehrere Möglichkeiten, Schnitzel zu grillen, aber diese war mir neu und ist sofort in unser Familienrezeptbuch aufgenommen worden.

Freitag, 7. Dezember 2007

Kinderaugen leuchten

Von einer befreundeten Firma kam heute ein Weihnachtspaket an. Oben im Karton das, was man so an Streuartikeln kennt: Kugelschreiber, Zündhölzer, Feuerzeuge, Visitenkartenordner, Tischthermometer, Schreibblöcke, Zettelboxen, Flaschenöffner.

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Unten im Karton ein paar branchenspezifische Gaben, mit denen bestimmt nicht jeder was anfangen kann:

Kalbsbries, Pansen, Rauchfleisch, 1 Dose Preßsack, 1 Dose Leberwurst, 1 Dose saure Kutteln, Ochsenmaul in dünnen Scheiben, Blutwurst.

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Herrlicher Gegensatz zu Lebkuchen, Blätterkrokant und Marzipanstollen!

Dienstag, 30. Oktober 2007

Bunt und verschwommen

Am Samstag hatten wir Party. 70 Leute, nur der engste Familienkreis, im Schützenheim.

Kölsch vom Fass, DIY-Büffet, Musik vom Stimmungspeitscher.

Die Kamera lag herum, einen der jüngeren, technikversierten, bat ich, zwischendurch einfach mal draufzuhalten. Das hat er auch super gemacht und im Laufe des Abends zusammen mit ein paar anderen, die auch mal herumprobierten, fast 250 Bilder durchgejodelt. Da ist für jeden was dabei. Was auf hier den ersten Blick aussieht, wie Fehlschüsse, ist in Wirklichkeit eine tolle technische Errungenschaft:

Die Kamera gibt die Bilder so aus, wie die darauf abgebildeten die Situation wahrnahmen. Fehlt nur noch der Ton.

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By yooee at 2007-10-30

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Was es heute alles gibt!

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Saison-Kinderwurst

Hier heißt sie Halloween-Billy:

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Ich an deren Stelle hätte gleich Hallowienerle gemacht, die mag doch auch jedes Kind!

Eidgenössische Vorlieben

Aus der Liste der Suchanfragen für hier:

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Ich hoffe, die betreffende Person meinte Knoblauchzehen und es ging ums Kochen.

Sonntag, 19. August 2007

Mmmmmmh!

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Dienstag, 5. Dezember 2006

Sonniges Intermezzo

Das Horoskop passte ja unwahrscheinlich gut dazu, aber zu dem Zeitpunkt, als ich es im Flugzeug las, war sowieso schon alles geritzt.

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Das mit dem Bikini und dem räkeln möchte ich der werten Leserschaft lieber ersparen.

Unsere Firmenweihnachtsfeier führte uns dieses und am vergangenen Samstag ins sonnige Spanien. Schon vor Monaten waren die Flüge für kleines Geld und noch kleinere Steuern und Flughafengebühren gebucht worden, und nun ging es also los an die Costa del Sol.

Eine Zwischenlandung in Palma de Mallorca erschien und vollkommen überflüssig, aber so sah ich wenigstens mal einen Kiosk, an dem sich Männer nicht anstellen durften.

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Oder hatte der nur keine Männerklo? Keine Ahnung.

Nach der Landung in Málaga kurz ins Hotel "frisch machen", schon saßen wir mit Nikolausmützen bestückt an einem langen Tisch in einem Restaurant in Marbella und ließen uns die Vorspeisen reichen.

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Außer Boquerones al Vinagre gab es noch einige andere Leckereien als kleine Appetizer, obwohl für mich Tapas durchaus auch geeignet sind, ein ganzes Menü allein zu bestreiten. Dazu das obligatorische Getränkeangebot, der Abend schritt fort in Richtung Hauptgang:

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Geschmorter Ochsenschwanz - mmmmh! Das Fleisch fiel vom Knochen, ein Gedicht!

Weitere Fotos vom Verlauf des Abends gibts hier nicht, da auch der eine oder andere Ausfall dabei war, aber am nächsten Morgen waren zumindest alle wieder halbwegs fit fürs Sightseeing im Schnelldurchlauf. Am Samstagabend hatte es noch in Strömen geregnet, der Morgen bot sich aber von seiner schönsten Seite.

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Was man in Marbella unbedingt sehen muss, noch dazu auf die Schnelle und bei so einem Wetter, ist der Reichenhafen Puerto Banus. Es reicht noch für einen Kaffee mit Blick auf die millionenschweren Yachten, schon geht es zurück zum Einkaufen ins Einkaufszentrum La Canada, wo am 1. Advent auch alles geöffnet und jede Menge los ist.

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Nicht nur fürs Weihnachtsgeschäft traut sich der Spezialitätenverkäufer dort auch einen Iberico-Schinken für 105,00 EUR/kg anzubieten. Würde sich in Deutschland ein Metzger trauen, so eine Zahl auch noch groß ins Schaufenster zu schreiben, wäre das wahrscheinlich sein geschäftliches Todesurteil. Hier geht es, und wer so einen Schinken mal probiert hat, weiß, dass er es wert ist.

Zum Abschluss war noch ein spätes Mittagessen vom und am Meer angesetzt, mit leckerem Rosado und einem Gefühl wie nach einem 3-wöchigen Urlaub.

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Sitzpinkeln hat in Spanien noch nicht so einen Stellenwert wie hier bei uns, man hat aber auch schon davon gehört. In unserem Chiringuito (Bude oder Restaurant am Strand) bot man zumindest die Möglichkeit dazu an, indem man die für spanische Verhältnisse luxuriös ausgestattete Sanitäre Anlage mit einem Hocker bestückte.

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Der Ranzen spannte von Pescaito und Paella, noch schnell einen Blick übers Meer Richtung Afrika, und schon ging es wieder zurück an den Rhein.

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Schöööön! - Aber kurz.

Donnerstag, 19. Oktober 2006

Statt Salzstangen zu später Stunde

Obwohl ich ja nicht gerade der Stöckchenanmichreißer bin, DAS gefällt mir:

Freibad:
Pommes

Skihütte:
Germknödel mit Vanillesoße

Urlaub:
Calamar a la plancha

bei den Eltern:
Nelsonschnitzel (Schnitzel in Rahmsoße mit Käse überbacken oder so ähnlich) mit Spätzle

bei Krankheit:
Zwieback

bei Liebeskummer:
Fast Food aller Art

beim Ausgehen:
Spanferkelspießbratensemmel. Die in Köln in der Altstadt, gegenüber von der spanischen Taverna. Halb zwei Sonntagmorgen.

als Kind:
Pasta asciuta (für mich klang es immer wie Basta. Schutta.)

Niemals:
Och, ich probier alles, aber Zebuhöcker muss nicht unbedingt nochmal sein.

Immer wieder:
Nudeln mit Tomatensoße, scharf.

Überraschend gut:
Kalbsleber mit Salat

Überraschend schlecht:
Fleischwurst, wenn man mal einen dreiviertel Ring davon gegessen hat.

Für immer mein absolutes Lieblingsessen:
Nudeln mit Tomatensoße, scharf.

Das beste Restaurant, in dem ich je war:
Usategui, Marbella ("Wir haben zwei Arten von Steaks, die mit ungefähr einem Kilo und die mit ungefähr eineinhalb bis zwei Kilo. Welches möchten Sie?) (Ich hab das kleine genommen, das passiert mir nicht nochmal!) (Dazu pritscheln sie da mit Cidra herum, aber das kann man sich zugunsten eines Rotweins auch sparen.)

Sonst noch was:
Es hat keinen Sinn, eine Paella mit weniger Olivenöl machen zu wollen.

Jetzt hab ich Hunger, geh aber ins Bett. Super!

Donnerstag, 5. Oktober 2006

Weiß-blaue Spezialitäten

Schon bevor auf der Münchner Theresienwiese vor fast 3 Wochen ogezapft worden ist, hatte die Oktoberfest-Saison hier im Rheinland angefangen, und sie wird auch noch den Oktober durch dauern (um dann nahtlos in die Weihnachtsfeier-Saison überzugehen).

Keine Kneipe und kein Restaurant kann es sich erlauben, auf eine weiß-blaue Extra-Speisekarte zu verzichten. Selbst die Rheinschifffahrt, die zu dieser Jahreszeit schon fast zum Erliegen gekommen ist, sprint auf den Zug auf:

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Die Literbehälter mit Original Festbier sind hier nicht ganz einfach zu besorgen, da sowieso fast keiner so einen Kanister bestellen würde, lässt man das Moass halt auch mit 500 ml durchgehen. Dazu gibts Bretzeln, manchmal gegrillte Haxen. Dass die Weißwürstel eigentlich ein Frühstück sind, wird nicht so eng gesehen. Als ethnic food schmeckt sie auch abends zum Kölsch. Extremfälle wie gegrillte Weißwürstel auf (rheinisch süßem) Sauerkraut sind von mir schon beobachtet worden und waren Anlass zum sofortigen Lokalwechsel. Wer sowas mag, frisst auch kleine Kinder. Was in dem Ogebatzten drin war will ich auch lieber nicht wissen.

Vom irischen Guinness sagt man, es reist nicht gern, das Oktoberfest sollte man ruhig auch da lassen, wo es hingehört.

Donnerstag, 21. September 2006

Berufswunsch in der Gastronomie

In meinem nächsten Leben möchte ich Dönergrillbesitzer sein.

Unsere Bestellung von heute (viermal Döner, zweimal scharf, einmal nur Zwiebel) wurde uns von einer Dame im Mercedes 350 CLK angeliefert. (Wäre sie nicht offen gefahren, hätten wir warme statt lauwarme Döner bekommen).

Scheint ja doch zu funktionieren, zumindest hier auf dem Land, wo es die Schabfleischsemmel noch nicht für 95 Cent gibt, wie in der Großstadt.

Bockbierbowle

- eine frage der richtigen mischung -

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