Nostalgisches

Samstag, 30. Oktober 2010

Platzzzz

Der erste Computer, an dem ich rumgespielt hab, so Mitte der 80er, hatte einen Speicher von 3,5 kB.

Heute.

Festplatte gekauft.



Zweitausend Gigabyte!

Auf der Heimfahrt von dem Laden hab ich mir überlegt, diese Festplatte könnte die letzte meines Lebens sein, mehr kann man eigentlich nicht brauchen.

Realistisch gesehen frag ich mich, wann ich die nächste kaufen werde. Was hat die dann? 20 TB? 25? 50?

Was kommt nochmal nach Peta...?

Dienstag, 12. Februar 2008

Heute vor 25 Jahren

War ich Schifahren.


(So sahen damals Liftkarten aus. Sie hatten keinen Mikrochip drin und sie hingen auch an einem normalen Gummischnürchen, nicht an so einem High-Tech-Jojo-Federspanndings)

Ein paar Tage vor meinem 14. Geburtstag, mit meinem kleinen Bruder, einem guten Freund aus der Nachbarschaft und meinem Lieblingscousin. Die 3 ganz alleine mit dem Schibus nach Österreich.

War ein Super Tag! Und meine Mami war nicht wenig überrascht, als am Abend einer weniger aus dem Bus stieg, denn ich war im Ausland geblieben.



Aufgrund eines furchtbaren Missverständnisses zwischen meinem Cousin und mir wurde ich auf unserer letzten Abfahrt plötzlich viel zu schnell und blieb schließlich in einer Pulverschneewolke mit gebrochenem Schien- und Wadenbein liegen. Im Krankenhaus Reutte rammte man mir kurzerhand drei 30 cm lange Nägel ins Schienbein, und schon wars wieder gut. Na ja, etwas länger dauerte das ganze schon, aber es kann nicht schlecht gewesen sein: Seit dem hat es es gehalten.

Montag, 2. Juli 2007

Werke

Höre im Auto gerade Graceland von Paul Simon. Konnte ich früher nicht im Auto hören, weil ich es erst auf Kassette hätte aufnehmen müssen.

Ein alter Schinken, mag man sagen, aber: Das Album ist doch eins der ganz großen Werke der Popmusik, wie es nicht viele gibt.

Wollte ich mal so bemerkt haben.

Mittwoch, 18. Oktober 2006

Schau Mami, von 5 auf 4 minus!

Mit Englisch hatte ich in der Schule kaum Probleme. Dank eines ausgefeilten Memory-Performance-Systems*, das ich aufgrund von einzelnen Hinweisen der jeweiligen Lehrkraft selbst entwickelt hatte, konnte ich mir die Vokabeln recht gut einprägen. Grammatik fiel mir etwas schwerer, aber durch ein gewisses Sprachgefühl, Intuition und einen Schüleraustausch - in Englisch gibt es ja sowieso so gut wie keine festen Regeln - bekam ich auch das hin. So kam es in der 9. Klasse, dass unser Englischlehrer, Mr. Reisch, für einzelne Leute mit Zweiern und auch gelegentlich mal einem Einser dazwischen irgendwoher Frischfleisch besorgte. Also Fünftklässler für die Mädels und Fünftklässlerinnen für die Buben. Meine Fünftklässlerin, der ich von dem Moment an einmal wöchentlich die Präpositionen erklären sollte, hieß Christa, war schon in der Siebten und hatte ein Problem mit Englisch im Allgemeinen. Sie mochte am Fach und am Unterricht gar nichts, konnte mit einer Sprache außer ihrem Dorfdialekt nichts anfangen und wollte auch nicht mit mir die Stunde vor dem allerletzten Schulbus in einem extra dafür aufgesperrten Klassenzimmer sitzen.

Ich, für meinen Teil, fand sie echt attraktiv: Die fünf oder sechs Mark, die mir dafür jede Woche verdienen sollte. Aber auch nicht so attraktiv, dass ich mir dafür eine Stunde mit jemandem um die Ohren hauen wollte, der für so was schönes wie die Möglichkeit, sich plötzlich mich 500 Millionen Menschen mehr als vorher unterhalten zu können, überhaupt nichts übrig hatte. Also versuchte ich, mit wenig Einsatz viel zu erreichen. Als ich selbst in der Fünften oder Sechsten gewesen war, bekamen die Englisch-Besseren mal Fünftklassbücher von woanders. Vielleicht war es ein Fehldruck oder die Bücher waren überholt, aus Norddeutschland oder sogar aus der DDR. Ich hatte es damals mal wie ein Daumenkino durchgeblättert und dann irgendwo hingelegt, weil es schon von der Farbgebung her fad wirkte (also wahrscheinlich doch DDR). Dieses Buch solte jetzt mein Joker werden und Christa einen ganz neuen Einstieg in das Erlebnis Fremdsprache im Allgemeinen und Englisch im Besonderen ermöglichen. Leider war Christa eben schon in der Siebten, und an ein Fünftklassbuch war das einfach ein zu hoher Anspruch.

So sagte mir Christa in jeder Stunde, wo ihr in der letzten Ex** die meisten Punkte abgezogen worden waren, und ich versuchte, mich dem Thema zu widmen. Völlig planlos, natürlich, und auch kaum mit dem erhofften Erfolg. Aus der Fünf wurde keine 2, auch keine 3, sondern gerade mal eine Vier minus. Überhaupt war schon Sommer, ich wollte an den Baggersee und was interessierte mich eigentlich Christa und die 5 oder 6 Mark? So dauerte meine Nachhilfekarriere gerade mal ein paar Wochen.

Heute denke ich, ich könnte solche Schülern dank eines gewissen Abstands wirklich den einen oder anderen neuen Zugang zu einem Thema wie einer Sprache verschaffen. Vielleicht versuch ich es demnächst doch nochmal mit Nachhilfe für Fünft- bis Siebtklässler. Wenn ich es mir vorstelle, merke ich, wie viele amerikanische Collegefilme ich wohl schon gesehen hab: In Gedanken kommen meine Zöglinge mit dem Zeugnis in der Hand aus dem Schulhaus. Mit strahlenden Gesichtern rennen sie auf mich zu. Danke, Yooee, wir haben es geschafft! Ne 2 in Englsch und Spanisch, doch nicht sitzengeblieben! Zwei von ihnen schütten mir von hinten eine Gatorade-Tonne über den Kopf und dann tragen sie mich auf Schultern aus dem Stadion vom Schulhof.

Morgen häng ich mal einen Zettel beim Schulbus zum Gymnasium auf.



* Memory Performance System: Im Vokabelheft links alle neuen englischen, rechts die dazugehörigen deutschen Wörter mit der Hand aufschreiben. Nach jeder Stunde, nach jeder Lektion. Klingt komisch, ist aber so. Und es hilft!

** Stegreifaufgabe, so nannte man zu meiner Zeit eine unangekündigte Überprüfung des Leistungsstandes

Donnerstag, 7. September 2006

Frühsport im Sitzen

Früher war ich mal als Schnuppermitglied ein paar Mal zum "Training" beim Schachclub unseres Dorfes. Da war ich glaub ich noch in der Grundschule, aber ein Klassenkamerad begeisterte mich kurzzeitig dafür, es richtig zu lernen. Dass es bei den Fortgeschrittenen um blasse, kaltschwitzende Brillenträger handelte, ist wohl überall gleich. Treffpunkt war das Nebenzimmer der Dorfkneipe, im Hauptzimmer waren dagegen alle schön braun: Im Gesicht und an den Armen, von der Baustelle.

Nachdem ich zwei Abende meinen König nur mit einem Türmchen und einem Bauern gegen eine Übermacht aus Läufer, Turm und Dame verteidigen musste, was natürlich immer nach ein paar planlosen Zügen meinerseits zu Ende war, reichte es mir vom monochromen Schlachtfeld und ich spielte dann doch lieber draußen.

Die Schachrätsel in den Zeitungen ("Schwarz matt in 4 Zügen") sind für mich vielleicht deshalb immernoch ein Mysterium.

Mittwoch, 19. Juli 2006

So weit sind wir schon...

- ich hab noch jede Menge Bücher :)
- nachti schonmal :)
- bücher?
- jo so Dinger ohne Beleuchtung
- da braucht man ne Lampe und wenn man da drauf leuchtet kann man da Buchstaben und ganze Sätze erkennen
- sagt mir grad nichts.


aus: German-Bash

Montag, 20. Februar 2006

Verworrene Wege des Schicksals

Das Bettchen, in dem Julius schläft, hat mein Bruder S. gebaut, Schreinermeister mit großem Geschick und jeder Menge kreativer Ideen.

Ich erinnere mich aber noch daran, dass ich es war, der ihm vor vielen Jahren einmal, als er von seiner neuesten Aufgabe im Werkunterricht erzählte, sagte, dass es "Furnier" heißt und nicht "Funier".

Wenn ich auch mit diesem Material weder davor noch danach je etwas anzufangen wusste, zumindest in der Schreibweise war ich mir sicher.

Dienstag, 31. Januar 2006

Suchen vor Google

Bevor es Google gab, suchte ich nur ungern mit http://www.yahoo.com/, anfangs, später weniger mit http://de.altavista.com/, meistens und am liebsten mit HOTBOT.

Kennt die noch wer? Braucht man die noch? Erwartet die in der nächsten Zeit mal wieder ein Revival? Schaut nicht so aus, oder?

Sonntag, 29. Januar 2006

Alte Autos: Hot Rod Luigi

Nach Müller kam Luigi, ein Fiat 900E Büschen.

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Seine Höchstgeschwindigkeit von ca. 90 km/h führte dazu, dass ich auf den regelmäßigen langen Autobahnfahrten von Bayern nach Lippstadt unzählige Male überholt wurde. Sein sympatisches Äußeres bewirkte bei Kindern Kinder in den überholenden Autos aber geradezu einen Zwang zum Zuwinken.

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Es war manchmal schwer, die 35 PS, die das 900 ccm-Aggregat herauspeitschte, auf die Straße zu bringen, doch Luigi war auch in unwegsamem Gelände zuhause.

Auch den widrigsten Wetterbedingungen trotzte er hartnäckig.

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(Wie Willy Bogner in Hummelform)

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Der größte Pluspunkt Luigis war jedoch seine unglaubliche Wandel- und Belastbarkeit. Als Ich-und-Luigi-AG, lange bevor in Deutschland vergleichbare Modelle von staatlicher Seite gefördert wurden, besserte ich mir mit ihm mein knappes studentisches Monatsbudget durch fast regelmäßige Lieferfahrten auf.

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Luigi begleitete mich bis nach Südspanien, wo es ihm jedoch Anfang 1995 das Getriebe zerriss. Der ADAC bettete ihn auf einem Autofriedhof in der Nähe von Girona zur letzten Ruhe und spendierte mir dafür ein Rückflugticket nach Deutschland.

Alte Autos: Müller

Beim Stöbern bin ich gerade auf Fotos von meinem ersten Auto gestoßen. Es war ein VW Derby in Taubenblau und er hieß Müller, später BAT-Müller.

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Wie das bei vielen ersten Autos so ist, war er schon nicht mehr der jüngste, als ich ihn käuflich erwarb. Mit der Zeit lernte ich aber seine kleinen Macken und Eigenheiten schätzen und lieben.

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Der Name Müler lehnte sich an einen Filmklassiker an, Müllers Büro. Ausschlaggebend war ein Geräusch, das bei dem Wagen gelegentlich aus dem Lüftungsgebläse zu hören war, in dem Film vergleichbar mit einem Geräusch, dass der Privatdetektiv Müller von sich gab, wenn er auf dem Sofa in seinem Büro schlief.

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Wie das "Bat" dazu kam, weiß ich im Moment nicht mehr.

1991 begleitete ich Müller auf seinem letzten Weg zum Schrottplatz.

Bockbierbowle

- eine frage der richtigen mischung -

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