Donnerstag, 25. Juni 2009

Praxisgebühr um die Ohren hauen

Mit der Zunge auf die Straße genagelt gehört der heute 64-jährige aus der Nähe von Erlangen, der für 30 EUR Streitwert AUS PRINZIP das Bundessozialgericht belästigt.

Ganz sicher hat der Mann sein Leben lang in seine Rechtschutzversicherung eingezahlt und das wollte er auch endlich mal zurückhaben. So legte er sich über Jahre mit verschiedenen Nachbarn an, schrieb Nummernschilder auf und lies Falschparker abschleppen, schimpfte in größeren Menschenansammlungen laut hörbar über dies und das, damit er möglichst jemanden der Anwesenden provoziere und legte es auch so darauf an, endlich mal in einen Rechtsstreit zu gelangen. Als das nicht fruchtete, weil ihn die Ziele seiner Sticheleien aus Gutmütigkeit, Bequemlichkeit oder Toleranz in ihrem dickeren Fell verhungern ließen, hatte er die Idee mit der Praxisgebühr.

Natürlich ist es ein Nachteil des Kranken gegenüber einem Gesunden, die 10 EUR bezahlen zu müssen. Aber es ist auch ein Nachteil des Kranken gegenüber dem Gesunden, krank zu sein statt gesund. Wenn will der heute 64-jährige dafür verklagen? Wie ist es denn hinsichtlich des Solidarprinzips mit dem Nachteil des Gesunden gegenüber dem Kranken, jeden Monat hunderte von Euro dafür an die gesetzliche Krankenversicherung zu zahlen, damit der Kranke nur 10 EUR pro Quartal bezahlen muss und nicht die gesamten Behandlungskosten??

Schön, dass so einem Volltrottel heute nicht noch Recht gegeben worden ist, das lässt ja noch Hoffnung, dass es manchmal auch noch recht zugeht. Glückwunsch auch an die Rechtschutzversicherung, möglicherweise gibt der Alte jetzt mal Ruhe.

Donnerstag, 18. Juni 2009

Lang gelegen

Heute morgen, beim Gassigehen mit dem Hund, fand ich mal nicht ein Paket des lokalen Anzeigenblattes, das eingeschränkt pflichtbewusste Zusteller schon mal im Gebüsch entsorgen, sondern eine Veröffentlichung, die schon etwas älter war:



Auch wenn das Papier einem schon fast in den Fingern zwerfällt, ist es doch noch zu gut erhalten, um nun schon 66 Jahre am Straßenrand gelegen zu haben. Besser erklärlich ist der Fund aber, wenn man erwähnt, dass es an der Straße zum Schloss Calmuth lag, das ja erst von einem halben Jahr den Besitzer gewechselt hat. Da wird eben gerade renoviert, und sicher wird LKW-weise altes Archivmaterial zum Müll gefahren. So kommt es schon mal vor, dass so ein rares Blättchen von der Pritsche flattert.

Dienstag, 16. Juni 2009

Brotzeitbildung

Frühstückspause der Stadtreinigung auf einem beliebten Parkplatz am Ufer.

3 Fahrzeuge, geparkt mit Blick auf den Rhein.

2 Mitarbeiter je Fahrzeug.

6 Bildzeitungen.

Montag, 15. Juni 2009

Headerwechsel

Das Frühjahr war kurz, jetzt ist Sommer.

Errungenschaften des Sommers

Wenn das Wetter so gut passt, wie am Wochenende spielt sich ein guter Teil des Lebens draußen ab.

Nicolas freut sich über die Erfolge harter Trainingsarbeit:



Endlich sitzen...





und krabbeln bringt neue Perspektiven und erhöht die Reichweite ungemein.

Julius dagegen hat das alles schon lange hinter sich...



...und genießt sichtlich ein gutes Essen mit einem kühlen Bier...



... oder auch mal die Erfrischung von außen.

Das alles wird auch für uns zum Genuss, weil sie nun schon über 4 Wochen infektfrei sind. Nach dem in dieser Hinsicht wirklich harten Winter hatten wir das schon kaum noch zu hoffen gewagt.

Mittwoch, 10. Juni 2009

EDEgrAmmatik

Ein Herr Rudolphi baut sich hier in der Umgebung sein kleines Edeka-Imperium mit verschiedenen Standorten auf. Insgesamt sind die Läden, die ich davon kenne, recht angenehm zu erleben (Ausnahme: Fleischabteilung). Kurze Wege - Frische Ware. Der kleine Imperator hat alles unter Kontrolle, außer vielleicht seine Grammatikabteilung.



Na ja, Hauptsache die Kunden und Kinder bleiben unverletzt.

Freitag, 29. Mai 2009

Beginn des WARUM

Es erscheint mir unglaublich, aber es geschah von einem Tag auf den anderen:

Julius hat im Alter von drei Jahren und 5 Monaten die WARUM-Frage entdeckt.

- Papa geht ins Büro.
- Warum?

- Trink auch Kakao!
- Nein, ich mag nicht.
- Warum?
- Weil ich Kaffee hab.
- Warum?
- Der schmeckt mir besser.
- Warum?
- Weil da Milch und Zucker drin ist.
- Warum?

- Ich will Sandmännchen kucken.
- Wir kucken heute kein Sandmännchen mehr.
- Doch.
- Nein.
- Warum?
- Das Sandmännchen schläft schon.
- Warum?
- Weil das Sandmännchen schon vorher da war.
- Warum?
- Weil es immer um 7 kommt.
- Warum?
- Weil danach Wickie kommt.
- Ich will Wickie kucken.
- Wickie ist auch schon vorbei.
- Warum?
- Weil es schon bald dunkel wird.
- Warum?
- Weil die Sonne auch schon schlafen geht, jetzt kommt gleich der Mond.
- Warum?
- Komm, wir schauen mal, ob wir den Mond sehen.
- Ja.

Ich geb da ja ungern auf und versuch möglichst so zu antworten, dass ich auch auf die nächste Warum-Frage etwas sagen kann, aber es ist manchmal schon schwer.

Der Winter ist rum

Der Winter Header darf deshalb in die Sommerpause gehen:

Dienstag, 7. April 2009

Die Grillsaison kann auch kommen

DAS ist mal ein Grill!

Wenn sie es nicht dreimal hingeschrieben hätten, könnte man meinen, sie hätten sich verschrieben.



Und das zu DEM Preis! Wenn ich nur einen Raum hätte, der groß genug für das Ding ist...

Montag, 16. März 2009

Der Frühling kommt

So wie der Winter noch versucht, sich in der Landschaft festzukrallen, kommt der Frühling nur in ganz kleinen Schritten voran. Sichere Boten sind wie immer die Krokusse, auf denen man bei Sonnenschein auch schon mal vereinzelt eine Hummel sehen kann:






(Die Bilder waren ohne Hummeln. Augenzusammenkneifen off.)

Fast wetterunabhängig, wenn man mal von Schnee und Hagel absieht, hab ich schon mal mit der Gartengestaltung angefangen. Am unteren Ende unseres schmalen Hanggrundstücks geht ein Wanderweg vorbei. Dort wollte ich gerne eine kostenlose Einfriedung haben, die das Landschaftsbild für die Erholungssuchenden einerseits nicht stört, andererseits aber die Grundstücksgrenzen grob markiert, damit ich wenigstens weiss, wo ich nächstes Mal ins Wespennest mähen soll und wo nicht. Wie mir erst jetzt klar wurde, war das aggressive Volk vom letzten Jahr gar nicht bei uns, sondern ganz knapp beim Nachbarn. Nachvollziehen kann man das zwar nicht, weil die Wespen das gleiche Loch nicht ein zweites Mal bewohnen, ab sofort gibt es aber eine Richtlinie dafür, wo sich das Gelände abgrenzt:



Dabei kam natürlich gelegen, dass wir vor ein paar Wochen weiter oben im Hang einige Haselnusssträucher gerodet hatten und die sowieso entsorgt werden mussten. Die dicken wurden Pfosten, alles dünne und lange ging ins Geflecht über. Klimaneutraler kann man einen Zaun kaum bauen.



Bemerkenswert ist dabei, dass wirklich viel Material in nur so einem kleinen Stück Gauchozaun reingeht. Angesichts des ziemlich großen Haufens an Haselnussgestrüpp, der da vorher lag, hab ich mich doch gewundert, dass der Zaun daraus nicht mal rundrum einen halben Meter hoch wurde. Das bauen des Zauns kann man aber durchaus als meditative Tätigkeit bezeichnen. Die natürlich gegebenen Formen des Materials erkennen und in ein immer noch ursprünglich anmutendes Nutzgebilde einbringen. Das holt jeden ausgebrannten Manager nach ein paar Tagen wieder vom Power-Speed-Peek ins Tal des langsamen Flusses zurück. Hiermit geschützt: Die Flechtzaun-Therapie nach Yooee.

Freitag, 13. März 2009

Passbildzeit

Völlig ungeplant und überraschend, mehr als Genesungskur denn als Urlaub, kündigte sich gestern eine Rutsche mit der ganzen Familie nach Spanien an, schon in gut zwei Wochen. Der Kinderarzt schlägt eine Kur vor, da die ganze Familie röchelt, hält er es aber für undienlich, damit bis zu den Sommerferien zu warten. Also gekuckt, geprüft, gebucht, am 29.3. geht es an die Costa del Sol!

Damit stellt sich ebenso ungeplant und überraschend die Frage nach einem Kunderreisepass für Nicolas, und darum auch die Frage nach Passbildern. Vor einiger Zeit gingen wir ja schon mit Julius durch den gleichen Verwaltungsakt, so dass wir uns schon ein Bisschen auskennen.

Bei der Session mit Nicolas drückte ich nicht ganz so oft auf den Auslöser, weil er - anders als damals Julius - nach dem Blitz immer ziemlich stark rumblizelte. Das will ich ihm nicht mehr als nötig zumunten. Ein paar nette Gesichter kamen trotzdem heraus, eins davon haben wir auch für den Kinderreisepass ausgesucht - wer weiß, welches?

Donnerstag, 5. März 2009

40

Zum Geburtstagsfrühstück gabs heute morgen...



... Sülze, wie gewünscht. Die Zeiten der Süßigkeiten sind ja wohl auch vorbei.

Dienstag, 24. Februar 2009

Den Garten frühlingsfest machen

Letzten Samstag fingen wir trotz Karneval schon mal an unsere diversen Ländereien zum Frühjahr hin zu bearbeiten. Ein paar Haselnusssträucher kappen und eine Hecke einen halben Meter niedriger einstellen.

Die Heckenschneiderei beobachtete Julius eine Zeitl ang vom Küchenfenster aus, bis er anscheinend sah, dass seine Hilfe gebraucht wurde:



Wenn es nach ihm ging, hätten wir wahrscheinlich weder Hecken noch Sträucher noch Bäume, sondern nur noch Wiese.

Alles organisiert

Julius sagt: Mama ich muß nicht schlafen.
Mama sagt: Nein, mußt du nicht aber ICH möchte schlafen.
Julius sagt: Ok.
Mama sagt: Und was machst du?
Julius sagt: Ich kann fernseher kucken.
Mama sagt: Und was macht der Nicolas?
Julius sagt: Der kann in der Wippe rumwippen.

So wär für alle gut gesorgt.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Kindergarten-Karneval

Hier wird es den Kindern schon von Anfang an beigebracht.



Der Prinz kütt...

Montag, 9. Februar 2009

Bitte Lächeln

Weil ich heute so schön am bloggen bin, hier auch mal ein aktueller Stand von den 2 Büblein.

Julius, letztens im Hundekorb bei Ikea:



Nicolas, zufrieden, muss wohl kurz nach seinem zweiten Frühstück gewesen sein:

Künstlerin im Haus

Wie erwähnt, stand am Wochenende auch Malen auf dem Familienbeschäftigungsprogramm. Während ich es mangels Talent dabei belassen muss, für Julius ein paar Strickmännchen, Clowns, Drachen, Würstchen, Bagger und anderes zu kritzeln, zog Z., anerkannterweise die Künstlerin im Haus, die letzten Pinselstriche an ihrerm aktuellen Werk:

Free Image Hosting at www.ImageShack.us

QuickPost Quickpost this image to Myspace, Digg, Facebook, and others!

(Acryl auf Leinwand, 80x80cm)

Es werden auch Auftragsarbeiten angenommen.

Unsere Erkältung ist weg!

Zumindest die von vorletzter und letzter Woche.

Jetzt haben wir eine neue, die innerhalb von kurzer Zeit mal wieder die ganze Familie Yooee fest im Griff hat.

Na ja, das Wetter am Wochenende war ja sowieso nicht so einladend für Spaziergänge oder ähnliches, und so beschäftigten wir uns mit Handarbeit. Malen, Häkeln, und so weiter.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Entscheider



Schönen Dank an Kratzbürste

Muffelmorgen

Nachdem ich heute schon ein Kind hinter mir hab, das zwischen Aufstehen und Anziehen zweimal in die Hose gemacht, den Kakao umgekippt und nichts gegessen hat, freu ich mich, dass auch auf der ZDF/heute-Website der eine oder andere noch nicht alle Augen auf hat:



Was macht Frau Duckworth jetzt? Leitet sie die Behörde nach Illinois um? Wieso ist Illinois überhaupt Obamas früherer Heimatstaat? Welchen Heimatstaat hat er denn jetzt?

Am besten nochmal hinlegen, wieder aufstehen und neu anfangen. Es gibt so Tage.

Bockbierbowle

- eine frage der richtigen mischung -

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